Pure alpine Natur mitten in Österreich

Im österreichischen Bundesland Salzburg bildet das Raurisertal ein Seitental zum Salzachtal. Als Teil des Nationalparks Hohe Tauern und des Bezirks Zell am See zieht sich das Raurisertal mit den Ortschaften Rauris, Wörth und Bucheben fast 30 km zurück bis nach Kolm Saigurn am Fuße des Hohen Sonnblicks.

Etwas außerhalb von Wörth befindet sich an der östlichen Talseite der Fröstlberg. Zu Fuß von der Bushaltestelle Fröstlbergweg sind es ca. 40 Minuten, von der Haltestelle Maris 20 Minuten. 

Die Gebäude liegen inmitten grüner Weiden. Von der Alm aus ergibt sich ein atemberaubendes Panorama zu beiden Seiten des Tals: Ritterkopf, Schareck, schneebedeckte Gipfel, miniaturartige Gebäude im Tal, dichte Wälder, schroffe Felsen und seichte Hügel am Hang sind von hier aus sichtbar.

Raurisertal: eine Nationalparkwelt für sich

Das Raurisertal zählt zu den flächenmäßig größten Talräumen in den Hohen Tauern. Im Unterschied zu vielen anderen ist es nicht nur während der Sommermonate als Almgebiet genutzt, sondern seit vielen Jahrhunderten ein bedeutender Siedlungsraum. Seit 1984 gehören große Flächen in den drei Seitentälern, dem Hüttwinkl-, dem Kruml- und dem Seidlwinkltal, zum Nationalpark Hohe Tauern. Gemeinsam mit der umgebenden Nationalparkregion des Raurisertales begegnet uns hier eine so große Vielfalt an Besonderheiten und Schätzen, dass von einer eigenen „Welt“ im Nationalpark Hohe Tauern gesprochen wird. So ziemlich alles, was im gesamten, mit 1.800 km² größten 3-Länder-Nationalpark der Alpen entdeckt und erlebt werden kann, findet man hier auf engstem Raum. Angefangen von den kulturhistorischen Besonderheiten wie dem Goldbergbau im Hüttwinkltal und dem Saumhandel im Seidlwinkltal bis zu den naturkundlichen Highlights wie den Mineralienschätzen des Tauernfensters und dem Krumltal mit den großen Greifvögeln, Steinadler, Gänsegeier und Bartgeier, die gleich alle drei hier auf ideale Lebensraumbedingungen stoßen.

Nationalparkhaus: Könige der Lüfte & Das Tal der Geier

Rauris ist ein zentraler Ort des Nationalparks, das durch die Einrichtung des "Nationalparkhauses Könige der Lüfte" weiter an Attraktion gewonnen hat.  In einer interaktiven Erlebnisausstellung erfahren Sie wissenswertes über die Bartgeier, Gänsegeier und Steinadler der Alpen. Ein Erlebniskino ermöglicht Einblicke in das Privatleben der Könige der Lüfte. Hier kann man Bartgeier beim Schminken und Steinadler auf der Jagd beobachten.

Öffnungszeiten Winter: Mittwoch von 16.00 bis 19.30 Uhr, 1. Mai - 31. Oktober täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt € 2,--.

Innerhalb der Hohen Tauern nimmt das Rauriser Tal bei den "Königen der Lüfte" eine besondere Stellung ein. Es ist schon lange als "Tal der Geier" berühmt. Gleichzeitig ist es das einzige Gebiet im Nationalpark, in dem alle drei "Könige" regelmäßig beobachtet werden können. Es ist eines der am dichtesten vom Adler besiedelten Tauerntäler. Das Rauriser Tal beherbergt die wichtigsten traditionellen Schlafplätze und die besten Beobachtungsmöglichkeiten für Gänsegeier, die alljährlich über den Sommer aus Kroatien in die Tauern kommen. Nachdem der Bartgeier in den Alpen ausgerottet war, hat das international viel beachtetes Wiedereinbürgerungsprojekt (IBM) diesen Großvogel hier wieder heimisch gemacht. Dieses Artenschutzprojekt fand im Nationalpark Hohe Tauern 1986 - im Rauriser Krumltal seinen Ausgang. Bei wöchentlich geführten Wanderungen ins Tal der Geier mit dem Nationalparkranger haben Sie nicht nur die Chance diese beeindruckenden Vögel in freier Wildbahn zu beobachten, sondern erhalten auch ausreichende Informationen über das Wiederansiedelungsprojekt. Aber auch bei individuellen Wanderungen können Sie sich bei dem am Ende des Tales aufgestellten Infozeltes des Nationalparks über die Könige der Lüfte informieren. Bei dieser, täglich durch einen Nationalparkranger besetzen, Infostelle können Besucher auch Fernrohre und Ferngläser für Beobachtungszwecke ausleihen.